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Geschichten für zwei Stimmen - Aufruf zum Verfassen von Kurzgeschichten oder Gedichten Literarische Intervention zur Ausstellung des Ungarndeutschen Museums, Tata (Ungarn)

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Geschichten für zwei Stimmen

Aufruf zum Verfassen von Kurzgeschichten oder Gedichten Literarische Intervention zur Ausstellung des Ungarndeutschen Museums, Tata (Ungarn)

 

Die Ausstellung „Wir und die Anderen” des Ungarndeutschen Museums in Tata gedenkt – im Gegensatz zur üblichen Tradition der Heimatmuseen – nicht einer ethnischen oder nationalen Minderheit, sondern reflektiert das wechselseitige Verhältnis von Mehrheit und Minderheit. Sie thematisiert den Umgang mit dem Fremden, die Herausbildung von Stereotypen, die Verbreitung von Vorurteilen und die wechselseitige Beziehung der Selbst- und Fremdbilder. Zugleich setzt sie sich mit der ungarischen Minderheitenpolitik der letzten Jahrzehnte, der verschwiegenen Vergangenheit und der kanonisierten kollektiven Erinnerung auseinander.
Ziel unseres literarischen Projektes ist es, die ausgestellten (meist spärlich dokumentierten) Fotos – Portraits, Gruppen- und Familienbilder – durch Geschichten oder lyrische Werke zu beleben oder sie mit möglichen Deutungen zu bereichern. Das präsentierte Material soll dabei nur als Ausgangspunkt dienen. Die Fotos sind online unter http://kunymuzeum.hu/nemet-nemzetisegi-muzeum/tortenetek-ket-hangra einsehbar, wir laden jedoch alle herzlich zur Besichtigung der ganzen Ausstellung ein. (Tata, Nepomucenus Mühle, Alkotmány Str. 1.)
Wir erwarten Einsendungen von Autoren, die sich durch eigene Erfahrung, Erinnerungen, familiäre Beziehungen oder lokale Gemeinschaften mit der deutschsprachigen Minderheitenkultur verbunden fühlen. Wir freuen uns besonders auf Werke junger Autoren.
Es können unveröffentlichte Texte auf Deutsch oder Ungarisch eingereicht werden. Wir nehmen höchstens drei Schriften eines Autors an. Abgabetermin ist der 31. August 2016 (klara.kuti.dr@gmail.com). Bitte geben Sie den Autorennamen und die Kontakdaten an.
Im Rahmen eines Rundtischgesprächs über Literatur, Erinnerung und Identität bietet das Museum allen Interessenten die Möglichkeit, die Ausstellung, das dahinter stehende Konzept sowie die Aufgabe der Einrichtung am 10. Juni 2016 in Tata näher kennenzulernen. Ansprechpartnerin ist Klára Kuti (klara.kuti.dr@gmail.com).
Die eingereichten Werke werden von einer Jury begutachtet und die besten ausgezeichnet bzw. veröffentlicht.
Eine Auswahl von Texten bzw. Fragmenten wird übersetzt und in Form von zweisprachigen Texttafeln und als Audiomaterial in Hörstationen in die Ausstellung integriert. Die festliche Übergabe der Ergebnisse des literarischen Projektes soll im Dezember 2016 erfolgen.